Eine häufige Anfrage kommt stets in derselben Form: Meine Firma hat einen Artikel – warum ich nicht? Oder: Mein Vater war Senator – warum ich nicht? Die Logik wirkt zwingend. Sie trägt trotzdem nicht.
Berichterstattung überträgt sich nicht zwischen verwandten Gegenständen. Ein Artikel über die Firma belegt die Firma, nicht ihren Gründer. Ein Porträt der Eltern dokumentiert die Eltern, nicht das Kind. Beurteilt wird jeder Gegenstand anhand von Quellen, die eigens und ausführlich über ihn geschrieben wurden.
Relevanz vererbt sich nicht.
Darüber stolpern auch gut vorbereitete Klienten. Eine Tochtergesellschaft, die in Berichten über den Mutterkonzern genannt wird, ist erwähnt; Berichterstattung über die Tochter ist das nicht. Ein Ehepartner, der im Porträt des bekannteren Partners zitiert wird, ist zitiert – nicht eigenständig behandelt.
Der Maßstab wird durch Nähe nicht milder. Hat ein unabhängiger Dritter ausführlich und ungefragt über diesen Gegenstand geschrieben? Ein berühmter Verwandter, ein vielbeachteter Arbeitgeber, ein relevanter Vorgänger – nichts davon ersetzt diese Antwort.