Das Wort klingt nach Ruhm. Die Richtlinie meint etwas Engeres und Brauchbareres: dass die Welt, ungefragt, bereits über Sie geschrieben hat.
Berichterstattung, die der Gegenstand selbst bezahlt hat, zählt nicht. Interviews, in denen er über sich selbst spricht, zählen wenig. Was zählt, ist das Zeugnis Unbeteiligter: der Kritiker, der das Werk bespricht, die Behörde, die die Eingabe zitiert, der Historiker, der das Unternehmen in sein Jahrzehnt einordnet.
Substanzielle Berichterstattung in zuverlässigen Quellen, die vom Gegenstand unabhängig sind.
Deshalb steht bei uns ein Audit am Anfang, kein Entwurf. Prosa kann eine fehlende Quellenlage nicht ersetzen, und ein gelöschter Artikel ist schlimmer als gar keiner: Das Löschlogbuch ist öffentlich, durchsuchbar und bleibt bestehen.
Die ehrliche Lesart einer dünnen Quellenlage lautet nicht „sorgfältiger schreiben“. Sie lautet „wiederkommen, wenn die Quellenlage gewachsen ist“ – und wachsen kann sie nur in der Welt, nicht auf der Seite.